Transkript
Aus dem öffentlichen Video entsteht ein Transkript mit Sprecher und Zeitmarke pro Satz. Länger als vier Minuten nehmen wir nicht an.
Faktenlage entscheidet nicht, wem du glauben sollst. Die App zieht aus einem Video die einzelnen Tatsachenbehauptungen heraus und zeigt zu jeder, was belegbar ist und was nicht — mit Begründung und Quelle daneben.
Meinungen, Werturteile und Prognosen bekommen kein Urteil. Geprüft wird nur, was jemand als Aussage über die Welt behauptet hat und wogegen sich eine Quelle halten lässt.
Aus dem öffentlichen Video entsteht ein Transkript mit Sprecher und Zeitmarke pro Satz. Länger als vier Minuten nehmen wir nicht an.
Redebeitrag für Redebeitrag wird gesucht, was jemand als Tatsache über die Welt behauptet hat. Das Umfeld dient nur dazu, „das“, „damals“ oder ein Pronomen aufzulösen — eine Behauptung aus dem Umfeld wird niemand anderem zugeschrieben. Fragen, Annahmen, Rollenspiel, Zitate und Ironie sind keine Behauptungen.
Ein getrennter Durchgang wirft wieder raus, was unscharf, nicht selbsttragend oder vom Sprecher gar nicht vertreten ist. Nichts wird dabei umgeschrieben oder gerettet: Im Zweifel fällt die Behauptung weg. Eine übersehene Behauptung ist ärgerlich, eine falsch zugeschriebene ist schlimmer.
Behauptungen aus derselben Passage werden zusammen geprüft, weil sie meist aus derselben Tabelle oder demselben Bericht stammen — und dann für alle derselbe Maßstab gilt. Gesucht wird im Netz, auch in der Sprache des Videos; die Begründung steht in der Sprache, die du gewählt hast. Bis zu 25 Behauptungen pro Video.
Ein eigener Durchgang hält jede geprüfte Behauptung noch einmal gegen den Originaltext: Wurde die Aussage verkürzt, ein Vergleich halbiert, eine Doppeldeutigkeit falsch gelesen, widersprechen sich zwei Urteile?
Welche Quelle zählt, hängt von der Behauptung ab. Es gibt keine feste Rangliste von Medien: Für eine Arbeitslosenzahl ist die Statistikbehörde die erste Adresse, für einen Gesetzesinhalt der Gesetzestext, für eine medizinische Aussage die Studienlage.
Amtliche Statistik des betroffenen Landes, Eurostat, OECD, Verwaltungsdaten.
Gesetzestext, Amtsblatt, Gerichtsentscheidung, offizielle Dokumente von Behörden und EU.
Begutachtete Studien, systematische Übersichtsarbeiten, große Forschungsinstitutionen.
Die Primäraussage oder das Originaldokument, etablierte Nachrichtenagenturen, mehrere unabhängige Berichte.
Primärquellen, Fachliteratur, Archive, etablierte historische Institutionen.
Eine Quelle zählt nur, wenn sie dasselbe Thema, denselben Ort und denselben Zeitraum betrifft. Ein Dokument über ein anderes Land oder Jahrzehnt ist kein schwacher Beleg, sondern keiner. Findet sich nichts Passendes, steht genau das da.
Zehn Seiten, die voneinander abschreiben, sind eine Quelle — nicht zehn unabhängige Belege.
Bestand und Jahreswert, Anzeigen, Verurteilungen und Inhaftierte werden nie stillschweigend vermischt. Stimmt die genannte Zahl nicht, steht die bestbelegte mit ihrer genauen Bezeichnung daneben.
Wird im Video „vermutlich“ oder „wahrscheinlich“ gesagt, wird die dahinterliegende Aussage geprüft — und getrennt gesagt, ob die Belege diese Vorsicht rechtfertigen.
Keine Quelle und keine Adresse wird ausgedacht. Reicht die Beleglage nicht, bleibt es beim Urteil „Nicht prüfbar“ statt bei einer Quelle, die nur ähnliche Wörter enthält.
Verlässliche Quellen stützen den Kern der Behauptung.
Ein wesentlicher Teil stimmt, ein anderer nicht — oder die Belege sind ernsthaft geteilt.
Verlässliche Quellen sagen direkt etwas anderes. Der abweichende Wert wird genannt.
Die Behauptung ist zu vage, oder es gibt keine belastbare Quelle dazu. Das heißt nicht, dass sie falsch ist — nur, dass wir sie nicht belegen können.
Die Prüfung läuft automatisch und kann danebenliegen: eine Behauptung falsch verstanden, eine gute Quelle nicht gefunden, eine schlechte zu hoch gewichtet. Deshalb steht zu jedem Urteil die Begründung und die Quelle — nachlesen und widersprechen ist ausdrücklich vorgesehen. Faktenlage ist in der Testphase.
Die genauen Anweisungen an die Modelle, die eingesetzten Modelle und die internen Schwellen veröffentlichen wir nicht: Wer sie kennt, kann ein Video gezielt daran vorbeischreiben. Nachprüfbar bleibt trotzdem alles, worauf es ankommt — die Behauptung, das Urteil, die Begründung, die Quelle.